90% sind für CAS

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(Gladbeck/Castrop-Rauxel, 8. Juli 2010)
90% der befragten Castroper Bürger sind für CAS und haben sich für die Wiedereinführung des ehemaligen Castrop-Rauxeler Kennzeichens "CAS" ausgesprochen. Das teilte heute die Pressesprecherin der Stadt Castrop-Rauxel (im Bild 2.v.r.) anläßlich der Vorstellung der Umfrage "Kenzeichenliberalisierung" im Gladbecker Rathaus mit.

Prof. Bochert (im Bild: links) von der Universität Heilbronn erläutete die weiteren Ergebnisse der von ihm durchgeführten Studie:

Es wurden bundesweit in 51 Städten ca. 11.000 Menschen befragt, die Gesamtstudie ist laut Prof. Bochert wissenschaftlich repräsentativ.

Bundesweit stimmten 73% dem Kennzeichenwechsel zu, in NRW waren es 72%. In den beiden betroffenen Städten des Kreises Recklinghausen waren es 87% in Gladbeck und 90% in Castrop-Rauxel.

Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland (im Bild 4.v.l.) sprach von einem "schönen Ergebnis". Die Wiedereinführung der früheren Stadt-Kennzeichen würde den Städten viele Vorteile bringen, ohne dabei Anderen "weh zu tun". Er wolle in enger Abstimmung mit seinem Castroper Amtskollegen Bürgermeister Beisenherz das Thema in den Kreis Recklinghausen einbringen.

Castrop-Rauxel war durch die Pressesprecherin der Stadt vertreten und begrüsste das Ergebnis ebenfalls.

Die Vertreter der Städte betonten den möglichen Nutzen für das Stadtmarketing. So erklärte die Vertreterin von Erkelenz (im Bild rechts), daß dort bereits angefangen wurde, das Kürzel ERK des ehemaligen Kennzeichens zumindest im Stadtmarketing mit guten Erfolgen einzusetzen.

Von Castroper und Gladbecker Seite wurde bestätigt, daß es auch schon vor der Studie einen recht großen Bedarf der Bürger nach Identifikation mit der eigenen Stadt gab. So sei der Verkauf von Stadtwappen und -fahnen immer "ein Renner."

Prof. Bochert erläuterte dann noch einmal kurz, daß die Landkreise als Verwaltungsstrukturen meist wenig Identifikationspotential für die Bürger hätten. Menschen würden sich mit dem Staat (Deutschland), mit dem Bundesland (z.B. NRW), mit dem Land/der Region (z.B. Rheinland, Westfalen, auch Ruhrgebiet) und mit der Stadt identifizieren. Aber kaum mit dem Landkreis. Und er meinte: "Da können die Landkreise gar nichts zu.".